Aktuelles
108 Fürbitten in einer einzigen Woche, 118 Medienberichte und über 65'000 erreichte Menschen auf Instagram: Der Abschlussbericht zeigt, wie sichtbar Wiborada im Jubiläumsjahr zu ihrem 1100. Todestag wurde. Nach sechs Jahren endet das ökumenische Projekt Wiborada2021–2026.
Foto: Die Inklus:innen 2026, fotografiert von Urs Bucher.
[mehr]
15.10.2026
Was vom Wiborada-Jahr bleibt

108 Fürbitten in einer einzigen Woche, 118 Medienberichte und über 65'000 erreichte Menschen auf Instagram: Der Abschlussbericht zeigt, wie sichtbar Wiborada im Jubiläumsjahr zu ihrem 1100. Todestag wurde. Nach sechs Jahren endet das ökumenische Projekt Wiborada2021–2026.
Foto: Die Inklus:innen 2026, fotografiert von Urs Bucher.
[mehr]
Vom 1. Mai bis 5. Juni 2026 liessen sich zum letzten Mal fünf Personen, vier Frauen und ein Mann, je eine Woche in der nachgebauten Zelle bei St. Mangen einschliessen. Am Fenster empfingen sie Schulklassen, Gruppen und viele Einzelpersonen. Allein in der Woche von Simone Curau-Aepli wurden 108 Fürbitten notiert. 17 Schulklassen meldeten sich für eine Führung an, insgesamt nahmen 183 Schüler:innen und junge Erwachsene teil.
Das ganze Jahr hindurch war (und ist) jeden Tag jemand in der nachgebauten Wiborada-Zelle im Rahmen des Projektes Da-Sein.
Auch ausserhalb der Zelle war Wiborada präsent. Vier neue Stelen machen sie in drei St. Galler Kirchen sichtbar. Neun Souvenirs wurden entwickelt, vom Buchzeichen über Fencheltee bis zum Schlüsselanhänger. Die Stiftsbibliothek hat nun eine Wiborada-Statue, die von Hildegard Aepli eingesegnet wurde. Und rund 100 Personen kamen zum ersten Frauenstadtrundgang «Wiboradas Schwestern».
Das Medienecho war so gross wie nie: 118 Medienberichte erschienen, knapp doppelt so viele wie im Vorjahr. Hinzu kamen 11 Podcastfolgen und Radiobeiträge. Der Instagram-Kanal erreichte 65'225 Personen, im Vorjahr waren es 17'169. Das Video zum letzten Aufschlussritual wurde knapp 50'000 Mal angesehen. Den Newsletter haben 677 Personen abonniert.
Wie geht es weiter?
Das Team hat beschlossen, das Projekt nicht weiterzuführen und die Zelle zurückzubauen, wie es von Anfang an vereinbart war. Gleichzeitig entsteht die Idee eines dauerhaften Erinnerungsortes bei St. Mangen, und eine Arbeitsgruppe wird vorbereitet. Die Website wiborada.sg bleibt erhalten. Der definitive Entscheid zum Erinnerungsort, zum Rückbau und zur Trägerschaft ab 2027 steht noch aus.
Der Abschlussbericht kann hier als PDF gelesen werden.
Das ganze Jahr hindurch war (und ist) jeden Tag jemand in der nachgebauten Wiborada-Zelle im Rahmen des Projektes Da-Sein.
Auch ausserhalb der Zelle war Wiborada präsent. Vier neue Stelen machen sie in drei St. Galler Kirchen sichtbar. Neun Souvenirs wurden entwickelt, vom Buchzeichen über Fencheltee bis zum Schlüsselanhänger. Die Stiftsbibliothek hat nun eine Wiborada-Statue, die von Hildegard Aepli eingesegnet wurde. Und rund 100 Personen kamen zum ersten Frauenstadtrundgang «Wiboradas Schwestern».
Das Medienecho war so gross wie nie: 118 Medienberichte erschienen, knapp doppelt so viele wie im Vorjahr. Hinzu kamen 11 Podcastfolgen und Radiobeiträge. Der Instagram-Kanal erreichte 65'225 Personen, im Vorjahr waren es 17'169. Das Video zum letzten Aufschlussritual wurde knapp 50'000 Mal angesehen. Den Newsletter haben 677 Personen abonniert.
Wie geht es weiter?
Das Team hat beschlossen, das Projekt nicht weiterzuführen und die Zelle zurückzubauen, wie es von Anfang an vereinbart war. Gleichzeitig entsteht die Idee eines dauerhaften Erinnerungsortes bei St. Mangen, und eine Arbeitsgruppe wird vorbereitet. Die Website wiborada.sg bleibt erhalten. Der definitive Entscheid zum Erinnerungsort, zum Rückbau und zur Trägerschaft ab 2027 steht noch aus.
Der Abschlussbericht kann hier als PDF gelesen werden.
Aktuelles
Minda Keller hat im Jubiläumsjahr über 500 Wiborada-Guetzli gebacken. Für die Hausleiterin des Seminars St. Wiborada ist das eine besondere Ehre.
[mehr]
13.10.2026
Mit Anis und viel Liebe gebacken
Minda Keller hat im Jubiläumsjahr über 500 Wiborada-Guetzli gebacken. Für die Hausleiterin des Seminars St. Wiborada ist das eine besondere Ehre.[mehr]
Ganze 24 Stunden ruhen die ausgestochenen Guetzli und trocknen, bevor sie in den Ofen kommen, verrät Minda Keller. Den besonderen Geschmack gibt der Anis. Jedes Guetzli ziert das Wiborada-Logo. Mit viel Liebe und Sorgfalt verpackt sie die Guetzli und dekoriert sie passend zur Jahreszeit.
Bestellt haben vor allem Pfarreien und Einzelpersonen. «Besonders freut es mich, wenn die Wiborada-Guetzli für Anlässe, Feste oder als Geschenk bestellt werden», sagt Minda Keller. Es erfülle sie mit Freude, ein Guetzli herzustellen, das den Namen der heiligen Wiborada trage.
Wer die Guetzli auch nach dem Jubiläumsjahr bestellen möchte, meldet sich bei Minda Keller:
Tel. 071 222 74 30
seminar@sg.kath.ch
Bestellt haben vor allem Pfarreien und Einzelpersonen. «Besonders freut es mich, wenn die Wiborada-Guetzli für Anlässe, Feste oder als Geschenk bestellt werden», sagt Minda Keller. Es erfülle sie mit Freude, ein Guetzli herzustellen, das den Namen der heiligen Wiborada trage.
Wer die Guetzli auch nach dem Jubiläumsjahr bestellen möchte, meldet sich bei Minda Keller:
Tel. 071 222 74 30
seminar@sg.kath.ch
Aktuelles
Simone Curau-Aepli hat in der Wiborada-Zelle Kirchenlieder feministisch-theologisch neu getextet. Foto: Frauenbund.ch [mehr]
30.09.2026
Aus «Grosser Gott» wird «DU Geheimnis»
Simone Curau-Aepli hat in der Wiborada-Zelle Kirchenlieder feministisch-theologisch neu getextet. Foto: Frauenbund.ch [mehr]
«Viele Menschen mögen traditionelle Kirchenlieder, haben aber Mühe, die alten Texte mitzusingen, weil Gott darin als patriarchal, als Mann, allmächtig, gewaltvoll und richtend besungen wird. So geht es auch mir», erzählt Simone Curau-Aepli. Die ehemalige Präsidentin von «Frauenbund Schweiz» hat sich daher für ihre Woche als Inklusin in der Wiborada-Zelle vorgenommen, Kirchenlieder mit ihrem «feministisch-theologischen Urgrund neu zu texten».
Am meisten Zeit und Energie habe sie in das Lied «Grosser Gott wir loben dich» investiert, das an besonderen Festtagen oder an Beerdigungen gesungen wird und viele kennen und singen können.
Die textliche Neufassung heisst «DU Geheimnis, unser G-TT». Aus «Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke» wurde beispielsweise «Du bist da und an jedem Ort, in der Geistkraft die alles verbindet.» Die Schreibweise «G-TT» mache auf das göttliche Geheimnis aufmerksam und werde wie üblich ausgesprochen, erklärt Simone Curau-Aepli.
Sie sei sich bewusst, dass die Übersetzung ihr sehr persönliches Gottesbild wiedergebe. Bewusst habe sie dieses vielfältig umschrieben.
«Die grosse Herausforderung in der Wiborada-Zelle war dann für mich, ohne KI und andere Hilfsmittel, die Inhalte zu definieren, diese in verständlichen Worten zu formulieren und in den Rhythmus dieser allbekannten Melodie zu giessen.»
Lesen Sie auf frauenbund.ch mehr über Simone Curau-Aeplis Erfahrungen in der Wiborada-Zelle.
Am meisten Zeit und Energie habe sie in das Lied «Grosser Gott wir loben dich» investiert, das an besonderen Festtagen oder an Beerdigungen gesungen wird und viele kennen und singen können.
Die textliche Neufassung heisst «DU Geheimnis, unser G-TT». Aus «Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke» wurde beispielsweise «Du bist da und an jedem Ort, in der Geistkraft die alles verbindet.» Die Schreibweise «G-TT» mache auf das göttliche Geheimnis aufmerksam und werde wie üblich ausgesprochen, erklärt Simone Curau-Aepli.
Sie sei sich bewusst, dass die Übersetzung ihr sehr persönliches Gottesbild wiedergebe. Bewusst habe sie dieses vielfältig umschrieben.
«Die grosse Herausforderung in der Wiborada-Zelle war dann für mich, ohne KI und andere Hilfsmittel, die Inhalte zu definieren, diese in verständlichen Worten zu formulieren und in den Rhythmus dieser allbekannten Melodie zu giessen.»
Lesen Sie auf frauenbund.ch mehr über Simone Curau-Aeplis Erfahrungen in der Wiborada-Zelle.



