Aktuelles
Der Verein Wiborada-Jubiläum organisiert am 2. Mai 2026 von 14 bis 22 Uhr ein grosses Fest auf dem Areal St.Mangen. Die Festmeile bietet Musik, Lesungen, einen Festakt in der Kirche, den neuen Frauenstadtrundgang «Wiboradas Schwestern» sowie ein eigens gebrautes Wiborada-Fenchelbier. [mehr]
22.04.2026
St.Gallen feiert Wiborada mit grossem Jubiläum
Der Verein Wiborada-Jubiläum organisiert am 2. Mai 2026 von 14 bis 22 Uhr ein grosses Fest auf dem Areal St.Mangen. Die Festmeile bietet Musik, Lesungen, einen Festakt in der Kirche, den neuen Frauenstadtrundgang «Wiboradas Schwestern» sowie ein eigens gebrautes Wiborada-Fenchelbier. [mehr]
Auf der Bühne treten Velvet Two Stripes, die Punkband Rednova, die Frauestriichmusig, DJ Kutschenfahrt und die Kabarettformation CareBelles auf. Für Kinder wird ein Programm mit dem Figurentheater St.Gallen und weiteren Angeboten organisiert.
Der Verein lädt die Stadtgesellschaft ein, gemeinsam zu erinnern, zu feiern und den Blick von der Geschichte in die Gegenwart und Zukunft zu richten. Die Festrede hält Stadtpräsidentin Maria Pappa um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Der Verein Wiborada-Jubiläum 2026
Der Verein «Wiborada-Jubiläum 2026» wurde im Frühling 2025 gegründet und vereint Personen aus Kultur, Bildung, Gesellschaft sowie den beiden Landeskirchen. Zur Projektgruppe gehören Hildegard Aepli, Kathrin Bolt, Jacques Erlanger, Tim Mahle, Jolanda Schärli, Kristin Schmidt, Lea Vannini, Aline Zengaffinen und Corinne Riedener. Unterstützt wird der Verein von verschiedenen Institutionen und Privatpersonen.
Themenreihe «Jenseits der Ikone» im Palace
Im Rahmen der «Erfreulichen Universität» widmet sich der Verein Wiborada-Jubiläum gemeinsam mit dem Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz sowie der Bibliothek Wyborada der historischen Figur Wiborada. Die Veranstaltungen finden jeweils um 19.30 Uhr im Palace statt.
Am 5. Mai diskutieren Prof. Caroline Arni (Universität Basel) und Journalistin Jasmine Lörchner über Chancen und Herausforderungen des biografischen Erzählens von Frauenleben. Am 12. Mai beleuchtet Mediävistin Tanja Scherrer weibliche Handlungsspielräume im Mittelalter. Den Abschluss bildet am 19. Mai ein Generationengespräch zum 40-Jahr-Jubiläum der Bibliothek Wyborada.
Breites Jubiläumsprogramm in der ganzen Stadt
Das Jubiläumsjahr umfasst ein breit angelegtes Programm. Teil davon ist das Projekt «Da-Sein»: Seit Januar wird die Wiborada-Zelle bei St.Mangen täglich von einer Person bewohnt. Die Nachfrage ist hoch, die Zelle ist bereits bis in den Herbst ausgebucht. Unter den Teilnehmern befinden sich unter anderem Alt-Regierungsrätin Heidi Hanselmann, Stadtpräsidentin Maria Pappa, Stiftsbibliothekar Cornel Dora und Regierungsrätin Susanne Hartmann.
Neben den Aktivitäten des Vereins beteiligen sich zahlreiche Institutionen und Kulturschaffende mit eigenen Formaten. Dazu gehören unter anderem das Kulturmuseum, die Stiftsbibliothek sowie die Szenografin Ursula Müller mit einem Wiborada-Audio-Walk, der am 24. April Premiere feiert.
Der Verein lädt die Stadtgesellschaft ein, gemeinsam zu erinnern, zu feiern und den Blick von der Geschichte in die Gegenwart und Zukunft zu richten. Die Festrede hält Stadtpräsidentin Maria Pappa um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Der Verein Wiborada-Jubiläum 2026
Der Verein «Wiborada-Jubiläum 2026» wurde im Frühling 2025 gegründet und vereint Personen aus Kultur, Bildung, Gesellschaft sowie den beiden Landeskirchen. Zur Projektgruppe gehören Hildegard Aepli, Kathrin Bolt, Jacques Erlanger, Tim Mahle, Jolanda Schärli, Kristin Schmidt, Lea Vannini, Aline Zengaffinen und Corinne Riedener. Unterstützt wird der Verein von verschiedenen Institutionen und Privatpersonen.
Themenreihe «Jenseits der Ikone» im Palace
Im Rahmen der «Erfreulichen Universität» widmet sich der Verein Wiborada-Jubiläum gemeinsam mit dem Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz sowie der Bibliothek Wyborada der historischen Figur Wiborada. Die Veranstaltungen finden jeweils um 19.30 Uhr im Palace statt.
Am 5. Mai diskutieren Prof. Caroline Arni (Universität Basel) und Journalistin Jasmine Lörchner über Chancen und Herausforderungen des biografischen Erzählens von Frauenleben. Am 12. Mai beleuchtet Mediävistin Tanja Scherrer weibliche Handlungsspielräume im Mittelalter. Den Abschluss bildet am 19. Mai ein Generationengespräch zum 40-Jahr-Jubiläum der Bibliothek Wyborada.
Breites Jubiläumsprogramm in der ganzen Stadt
Das Jubiläumsjahr umfasst ein breit angelegtes Programm. Teil davon ist das Projekt «Da-Sein»: Seit Januar wird die Wiborada-Zelle bei St.Mangen täglich von einer Person bewohnt. Die Nachfrage ist hoch, die Zelle ist bereits bis in den Herbst ausgebucht. Unter den Teilnehmern befinden sich unter anderem Alt-Regierungsrätin Heidi Hanselmann, Stadtpräsidentin Maria Pappa, Stiftsbibliothekar Cornel Dora und Regierungsrätin Susanne Hartmann.
Neben den Aktivitäten des Vereins beteiligen sich zahlreiche Institutionen und Kulturschaffende mit eigenen Formaten. Dazu gehören unter anderem das Kulturmuseum, die Stiftsbibliothek sowie die Szenografin Ursula Müller mit einem Wiborada-Audio-Walk, der am 24. April Premiere feiert.
Aktuelles

Anlässlich 1100 Jahre Wiborada von St.Gallen widmet sich das Kulturmuseum St.Gallen vom 25. April bis 4. Oktober 2026 ganz besonderen Frauen, die sich für einen spirituellen Lebensweg entschieden haben. Sie erzählen vom Leben im Kloster, ihrem Wirken als Eremitin oder von ihren Erfahrungen als mobile Inklusin.
Das Kulturmuseum lädt zur Ausstellungseröffnung am 24. April um 18.30 Uhr ein. [mehr]
Wird es in den kommenden Generationen noch Klosterfrauen geben in der Ostschweiz?
Wer übers Land fährt und den eindrücklichen Frauenklöstern begegnet, wird sich bewusst, welches Kulturerbe hier ruht. Jahrhundertelang wurde es erhalten, gepflegt und weitergegeben. Religiöse Frauen haben einen wichtigen Anteil an der Ostschweizer Geschichte.
Das Jubiläumsjahr zur 1100-Jahr-Feier im Andenken an die Hl. Wiborada von St.Gallen, die erste Frau, die heiliggesprochen wurde, ist für das Kulturmuseum Anlass, um eine Brücke vom Frühmittelalter in die Gegenwart zu schlagen. Wiborada gilt als starke Persönlichkeit, die innere Ruhe, Kontemplation und einen höheren Sinn im Rückzug in eine Klause fand, wo sie gleichzeitig als Ratgeberin für die Bevölkerung wirkte.
Ihre Vita ist in der Ausstellung der Ausgangspunkt für Porträts von Frauen von heute, die sich für ein Leben im Kloster entschieden haben, als Eremitin wirken oder eine Woche als «mobile Inklusin» verbrachten. Was hat ihren Entscheid beeinflusst, wie hat es ihr Leben verändert, wie sieht ihr Alltag heute aus? Die kleine Zelle der Wiborada steht sozusagen am Anfang einer Traditionslinie, die zu bemerkenswerten Frauen von heute führt.
Ausgewählte Stücke aus der Sammlung des Kulturmuseums und wertvolle Leihgaben ergänzen die Ausstellung. Dazu zählen die einmaligen der Wiborada zugesprochenen Gegenstände aus der Benediktinerinnenabtei St.Gallenberg (Glattburg), die das letzte Mal vor 20 Jahren in der grossen Ausstellung «Untergang und Erbe der Fürstabtei St.Gallen» im Museum zu sehen waren.
Ausserdem werden Fragmente einer Wandbemalung aus der ersten Kirche in St.Mangen präsentiert, welche Salomo III. im ausgehenden 9. Jahrhundert errichten liess.
Auch in der Sammlung des Kulturmuseums kamen Schätze aus Ostschweizer Frauenklöstern ans Licht, u.a. ein Bildteppich mit Maria, heiligen Frauen und Zisterzienserinnen von 1611, ein Clavichord mit der Hl. Cäcilia aus dem 18. Jahrhundert, das auf die Rolle der Musik im Klosteralltag verweist, ein Gebäckmodel von 1685 aus dem Kloster Magdenau sowie Kunsthandwerk.
Die Dinge erzählen von den zusätzlichen Tätigkeiten hinter den Kulissen. Klosterarbeiten aus Drahtgespinsten mit Perlen und Glassteinen wurden hier angefertigt, Stickereien für die Ausstattung von Kirchen hergestellt, Hostien und Kräpfli gebacken und für Klosterladen und Apotheke begehrte Heilmittel, Tees und Pflegeprodukte vorbereitet.
Und wie sieht es heute aus? Viele Arbeiten von früher sind weggefallen wie etwa die Paramentenstickereien, Wachsnereien, zum Teil auch die Hostienbäckereien, im Kloster Madgenau etwa das Anfertigen von Bucheinbänden oder von Büchern in Blindenschrift.
Hingegen bieten viele Klöster heute Gästezimmer und Rat für Frauen an, die eine Auszeit und Stille suchen, oder sie unterstützen die Menschen mit Gebeten – diesbezügliche Wünsche können sogar per Online-Formular eingereicht werden.
Die Ausstellung lädt ein, sich mit dem klösterlichen Kulturerbe zu befassen, das bis zu Wiborada zurückreicht, Musik zu geniessen und über das Leben in Klausur, über innere und äussere Grenzen nachzusinnen und in den Filminterviews diese inspirierenden Frauen kennen zu lernen, die in kleiner Gemeinschaft das Klostererbe weiter pflegen oder als Inklusinnen ihre Erfahrungen gemacht haben.
Zum Ausstellungsprogramm
27.03.2026
Klosterfrauen heute

Anlässlich 1100 Jahre Wiborada von St.Gallen widmet sich das Kulturmuseum St.Gallen vom 25. April bis 4. Oktober 2026 ganz besonderen Frauen, die sich für einen spirituellen Lebensweg entschieden haben. Sie erzählen vom Leben im Kloster, ihrem Wirken als Eremitin oder von ihren Erfahrungen als mobile Inklusin.
Das Kulturmuseum lädt zur Ausstellungseröffnung am 24. April um 18.30 Uhr ein. [mehr]
Wird es in den kommenden Generationen noch Klosterfrauen geben in der Ostschweiz?
Wer übers Land fährt und den eindrücklichen Frauenklöstern begegnet, wird sich bewusst, welches Kulturerbe hier ruht. Jahrhundertelang wurde es erhalten, gepflegt und weitergegeben. Religiöse Frauen haben einen wichtigen Anteil an der Ostschweizer Geschichte.
Das Jubiläumsjahr zur 1100-Jahr-Feier im Andenken an die Hl. Wiborada von St.Gallen, die erste Frau, die heiliggesprochen wurde, ist für das Kulturmuseum Anlass, um eine Brücke vom Frühmittelalter in die Gegenwart zu schlagen. Wiborada gilt als starke Persönlichkeit, die innere Ruhe, Kontemplation und einen höheren Sinn im Rückzug in eine Klause fand, wo sie gleichzeitig als Ratgeberin für die Bevölkerung wirkte.
Ihre Vita ist in der Ausstellung der Ausgangspunkt für Porträts von Frauen von heute, die sich für ein Leben im Kloster entschieden haben, als Eremitin wirken oder eine Woche als «mobile Inklusin» verbrachten. Was hat ihren Entscheid beeinflusst, wie hat es ihr Leben verändert, wie sieht ihr Alltag heute aus? Die kleine Zelle der Wiborada steht sozusagen am Anfang einer Traditionslinie, die zu bemerkenswerten Frauen von heute führt.
Ausgewählte Stücke aus der Sammlung des Kulturmuseums und wertvolle Leihgaben ergänzen die Ausstellung. Dazu zählen die einmaligen der Wiborada zugesprochenen Gegenstände aus der Benediktinerinnenabtei St.Gallenberg (Glattburg), die das letzte Mal vor 20 Jahren in der grossen Ausstellung «Untergang und Erbe der Fürstabtei St.Gallen» im Museum zu sehen waren.
Ausserdem werden Fragmente einer Wandbemalung aus der ersten Kirche in St.Mangen präsentiert, welche Salomo III. im ausgehenden 9. Jahrhundert errichten liess.
Auch in der Sammlung des Kulturmuseums kamen Schätze aus Ostschweizer Frauenklöstern ans Licht, u.a. ein Bildteppich mit Maria, heiligen Frauen und Zisterzienserinnen von 1611, ein Clavichord mit der Hl. Cäcilia aus dem 18. Jahrhundert, das auf die Rolle der Musik im Klosteralltag verweist, ein Gebäckmodel von 1685 aus dem Kloster Magdenau sowie Kunsthandwerk.
Die Dinge erzählen von den zusätzlichen Tätigkeiten hinter den Kulissen. Klosterarbeiten aus Drahtgespinsten mit Perlen und Glassteinen wurden hier angefertigt, Stickereien für die Ausstattung von Kirchen hergestellt, Hostien und Kräpfli gebacken und für Klosterladen und Apotheke begehrte Heilmittel, Tees und Pflegeprodukte vorbereitet.
Und wie sieht es heute aus? Viele Arbeiten von früher sind weggefallen wie etwa die Paramentenstickereien, Wachsnereien, zum Teil auch die Hostienbäckereien, im Kloster Madgenau etwa das Anfertigen von Bucheinbänden oder von Büchern in Blindenschrift.
Hingegen bieten viele Klöster heute Gästezimmer und Rat für Frauen an, die eine Auszeit und Stille suchen, oder sie unterstützen die Menschen mit Gebeten – diesbezügliche Wünsche können sogar per Online-Formular eingereicht werden.
Die Ausstellung lädt ein, sich mit dem klösterlichen Kulturerbe zu befassen, das bis zu Wiborada zurückreicht, Musik zu geniessen und über das Leben in Klausur, über innere und äussere Grenzen nachzusinnen und in den Filminterviews diese inspirierenden Frauen kennen zu lernen, die in kleiner Gemeinschaft das Klostererbe weiter pflegen oder als Inklusinnen ihre Erfahrungen gemacht haben.
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Aktuelles
Simone Curau-Aepli aus Weinfelden TG war Präsidentin des Frauenbundes Schweiz und ist Unternehmerin, Marketingfachfrau sowie aktive Grossmutter. Im Jubiläumsjahr 2026 erlebt sie eine Woche vom 1. bis 08. Mai als Inklusin in der Wiborada-Zelle. Für die 64-Jährige, die noch nie allein gelebt hat, ist die Zeit in der Zelle eine Gelegenheit, spirituelle Texte zu reflektieren, erzählt sie im Interview. [mehr]
20.03.2026
Simone Curau-Aepli: Eine Woche Alleinsein als Experiment
Simone Curau-Aepli aus Weinfelden TG war Präsidentin des Frauenbundes Schweiz und ist Unternehmerin, Marketingfachfrau sowie aktive Grossmutter. Im Jubiläumsjahr 2026 erlebt sie eine Woche vom 1. bis 08. Mai als Inklusin in der Wiborada-Zelle. Für die 64-Jährige, die noch nie allein gelebt hat, ist die Zeit in der Zelle eine Gelegenheit, spirituelle Texte zu reflektieren, erzählt sie im Interview. [mehr]
Was bedeutet es dir, im Jubiläumsjahr 2026 eine Woche als Inkluse/Inklusin zu leben?
Immer wieder habe ich die Option geprüft, ob ich mir eine Woche in der Zelle zumute. Ich bin sehr beeindruckt, welche Dimensionen dieses Projekt dank vieler hartnäckig-engagierter und begeisterter Menschen im Jubiläumsjahr annimmt und fühle mich sehr geehrt, als Inklusin Teil davon zu sein.
Warum findest du es wichtig, die Erinnerung an Wiborada wach zu halten?
In Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche haben Frauen massgeblich zu wesentlichen Veränderungen beigetragen. Ihr Wirken wird aber erst langsam entdeckt und gewürdigt. Die Geschichte der Wiborada ist ein leuchtendes Beispiel, wie eine «Her-story» neu geschrieben werden kann und muss.
Wenn du Wiborada treffen könntest: Welche Frage würdest du ihr gerne stellen?
Hat dein Körper dich nicht immer wieder zur physischen Bewegung gerufen?
Wer wird dich einschliessen und warum?
Beat Curau-Aepli, mein Mann und seit 47 Jahren mein Gefährte, wird mich einschliessen. So pflegen wir eine wesentliche Stärke unserer langjährigen Beziehung: Uns immer wieder bewusst auf Experimente und Projekte des anderen einlassen, auch wenn wir nicht alles nachvollziehen und verstehen.
Welche «Handarbeit» nimmst du dir mit für deine Woche in der Zelle?
Ich habe mich noch nicht entschieden. Ich denke an etwas, das einen Mehrwert schafft wie z.B. Abwaschlappen stricken oder Verbundenheits-Bändeli knüpfen. Diese könnte ich weiterschenken oder für das Wiborada-Projekt verkaufen.
Mit welchen Texten wirst du dich in dieser Woche besonders auseinandersetzen?
Singen ist für mich doppelt beten. In Gottesdiensten leide ich oft, dass ich viele Lieder nicht mehr mitsingen kann, weil Gottesbilder besungen werden, an die ich nicht glaube bzw. die ich ablehne. Ich werde Texte religiöser und spiritueller Lieder aufmerksam lesen, meditieren und bearbeiten oder um- und neuschreiben.
Warum sollte man genau dich am offenen Zellenfenster besuchen?
Ich werde das Fenster jeweils mit achtsamem Auge, Ohr und Herz öffnen. Ich bin zudem ein Greenhorn im Alleinsein, habe nie allein gelebt und war immer in Verbundenheit mit anderen Menschen engagiert. Vielleicht interessiert es mir (un-)bekannte Menschen, wie ich mich fühle und was es in mir auslöst, mich in dieser so neuen Situation zurechtzufinden.
Wovor hast du Angst oder besonderen Respekt?
Simone und Schlüssel passen nicht zusammen. Ausser dem Veloschlüssel habe ich nie einen Schlüssel dabei und unser Haus ist immer offen. Die Vorstellung, dass die Zellentüre wirklich von aussen abgeschlossen wird und ich drinbleiben werde, löst bei mir nicht wirklich wohlige Gefühle aus.
Wen oder was wirst du am meisten vermissen in der Zelle?
Musik wird mir fehlen, denn vor allem klassische Musik bereichert und verschönert mein Leben. Mich draussen zu bewegen, beschert mir zudem Momente des Innehaltens, der Inspiration und des Glücks, sei es zu Fuss, auf dem Velo oder im Ruderboot. Auf solche Momente sieben Tage lang verzichten musste ich bis anhin nur, wenn ich so richtig krank war.
Und was überhaupt nicht?
Die Schreckensnachrichten aus aller Welt, die wir in Worten und Bildern ständig erhalten und die mich immer wieder so ohnmächtig zurücklassen, werden mir nicht fehlen. Mich dafür noch bewusster am Fenster oder in Ritualen mit Menschen zu verbinden, die Leid erfahren, wird in dieser Intensität eine neue Erfahrung werden.
Simone Curau-Aepli in der Wiborada-Zelle
Simone Curau-Aepli aus Weinfelden TG lebt vom 01.-08. Mai 2026 in der nachgebauten Wiborada-Zelle. Das Zellenfenster öffnet sie täglich von 12.30-13.30 Uhr und von 17.30-18.30 Uhr.
Herzliche Einladung zum
Einschlussritual am Freitag, 01. Mai 2026, 18.30 Uhr, St.Mangen
Aufschlussritual am Freitag, 08. Mai 2026, 18.30 Uhr, St.Mangen
Ein Mittagessen für die Inklusin
Möchten Sie die Inklusin tatkräftig unterstützen und ihr einmal ein Mittagessen ans Zellenfenster vorbei bringen? Dann tragen Sie sich in der Liste ein.
Immer wieder habe ich die Option geprüft, ob ich mir eine Woche in der Zelle zumute. Ich bin sehr beeindruckt, welche Dimensionen dieses Projekt dank vieler hartnäckig-engagierter und begeisterter Menschen im Jubiläumsjahr annimmt und fühle mich sehr geehrt, als Inklusin Teil davon zu sein.
Warum findest du es wichtig, die Erinnerung an Wiborada wach zu halten?
In Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche haben Frauen massgeblich zu wesentlichen Veränderungen beigetragen. Ihr Wirken wird aber erst langsam entdeckt und gewürdigt. Die Geschichte der Wiborada ist ein leuchtendes Beispiel, wie eine «Her-story» neu geschrieben werden kann und muss.
Wenn du Wiborada treffen könntest: Welche Frage würdest du ihr gerne stellen?
Hat dein Körper dich nicht immer wieder zur physischen Bewegung gerufen?
Wer wird dich einschliessen und warum?
Beat Curau-Aepli, mein Mann und seit 47 Jahren mein Gefährte, wird mich einschliessen. So pflegen wir eine wesentliche Stärke unserer langjährigen Beziehung: Uns immer wieder bewusst auf Experimente und Projekte des anderen einlassen, auch wenn wir nicht alles nachvollziehen und verstehen.
Welche «Handarbeit» nimmst du dir mit für deine Woche in der Zelle?
Ich habe mich noch nicht entschieden. Ich denke an etwas, das einen Mehrwert schafft wie z.B. Abwaschlappen stricken oder Verbundenheits-Bändeli knüpfen. Diese könnte ich weiterschenken oder für das Wiborada-Projekt verkaufen.
Mit welchen Texten wirst du dich in dieser Woche besonders auseinandersetzen?
Singen ist für mich doppelt beten. In Gottesdiensten leide ich oft, dass ich viele Lieder nicht mehr mitsingen kann, weil Gottesbilder besungen werden, an die ich nicht glaube bzw. die ich ablehne. Ich werde Texte religiöser und spiritueller Lieder aufmerksam lesen, meditieren und bearbeiten oder um- und neuschreiben.
Warum sollte man genau dich am offenen Zellenfenster besuchen?
Ich werde das Fenster jeweils mit achtsamem Auge, Ohr und Herz öffnen. Ich bin zudem ein Greenhorn im Alleinsein, habe nie allein gelebt und war immer in Verbundenheit mit anderen Menschen engagiert. Vielleicht interessiert es mir (un-)bekannte Menschen, wie ich mich fühle und was es in mir auslöst, mich in dieser so neuen Situation zurechtzufinden.
Wovor hast du Angst oder besonderen Respekt?
Simone und Schlüssel passen nicht zusammen. Ausser dem Veloschlüssel habe ich nie einen Schlüssel dabei und unser Haus ist immer offen. Die Vorstellung, dass die Zellentüre wirklich von aussen abgeschlossen wird und ich drinbleiben werde, löst bei mir nicht wirklich wohlige Gefühle aus.
Wen oder was wirst du am meisten vermissen in der Zelle?
Musik wird mir fehlen, denn vor allem klassische Musik bereichert und verschönert mein Leben. Mich draussen zu bewegen, beschert mir zudem Momente des Innehaltens, der Inspiration und des Glücks, sei es zu Fuss, auf dem Velo oder im Ruderboot. Auf solche Momente sieben Tage lang verzichten musste ich bis anhin nur, wenn ich so richtig krank war.
Und was überhaupt nicht?
Die Schreckensnachrichten aus aller Welt, die wir in Worten und Bildern ständig erhalten und die mich immer wieder so ohnmächtig zurücklassen, werden mir nicht fehlen. Mich dafür noch bewusster am Fenster oder in Ritualen mit Menschen zu verbinden, die Leid erfahren, wird in dieser Intensität eine neue Erfahrung werden.
Simone Curau-Aepli in der Wiborada-Zelle
Simone Curau-Aepli aus Weinfelden TG lebt vom 01.-08. Mai 2026 in der nachgebauten Wiborada-Zelle. Das Zellenfenster öffnet sie täglich von 12.30-13.30 Uhr und von 17.30-18.30 Uhr.
Herzliche Einladung zum
Einschlussritual am Freitag, 01. Mai 2026, 18.30 Uhr, St.Mangen
Aufschlussritual am Freitag, 08. Mai 2026, 18.30 Uhr, St.Mangen
Ein Mittagessen für die Inklusin
Möchten Sie die Inklusin tatkräftig unterstützen und ihr einmal ein Mittagessen ans Zellenfenster vorbei bringen? Dann tragen Sie sich in der Liste ein.



